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Süddeutsches Klimabüro zieht Fünf-Jahres-Bilanz

Diesen Monat ist das Süddeutsche Klimabüro am KIT 5 Jahre aktiv als Klimaservice in der Region.
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Die Klimaänderung stellt für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene eine große Herausforderung dar. Es besteht ein wachsender Kommunikationsbedarf zwischen Experten der Klimawissenschaften auf der einen und gesellschaftlichen Gruppen auf der anderen Seite. Die Strukturierung und Vermittlung von Informationen über den Klimawandel auf verschiedenen Ebenen und die Berücksichtigung von Anwenderanforderungen an die Wissenschaft erfordern somit eine gute Kommunikation. Das Leistungsspektrum des Süddeutschen Klimabüros umfasst die Vermittlung zwischen Forschung und Gesellschaft über verschiedene Medien wie beispielsweise Projekte, Tagungen, Workshops und Vorträge sowie Radio- und Fernsehauftritte. Neben dem Süddeutschen Klimabüro am KIT wurden an drei weiteren Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft mit Unterstützung der Sitz-Bundesländer regionale Klimabüros eingerichtet, die an die Forschungszentren angebunden sind. Hauptaufgabe aller Klimabüros ist es, die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit auf regionaler Ebene zu fördern. Unter Öffentlichkeit werden in diesem Fall sowohl die einzelnen Bürger als auch Medien, Politik und Wirtschaft verstanden. Zudem hat die Projektarbeit am Klimabüro eine zunehmende Bedeutung erhalten.

 

Das Süddeutsche Klimabüro ist in das KIT-Zentrum „Klima und Umwelt“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eingebunden. In den vergangenen fünf Jahren wurden verschiedene Strukturelemente aufgebaut. In dieser Zeit sind mehrere Schwerpunkte der Arbeit am Süddeutschen Klimabüro aktiv entwickelt worden, die den erfolgreichen Aufbau eines „climate service“ ermöglicht haben.

 

Erstens sind vom Süddeutschen Klimabüro klimarelevante Themen zielgerichtet angegangen worden, welche in sogenannten Modulen strukturiert wurden. Die inhaltlichen Kompetenzen liegen u.a. im Bereich hoch aufgelöste Klimamodellierung, Extremwetterereignisse, Hochwasser, Bauwesen, Risiken für Wälder, Luftschadstoffe und Fragen der Energieversorgung. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Informationen mit dem Bezug auf dem süddeutschen Raum.

 

Zweitens wurden in dieser Zeit Netzwerke auf regionaler und Bundesebene aufgebaut. Dazu gehören u.a. die Vernetzung über die in Süddeutschland ansässigen assoziierten Einrichtungen, das Netzwerk der Regionalen Helmholtz-Klimabüros und das Climate Service Center.

 

Drittens hat die wissenschaftliche Projektarbeit sowie deren Management an Bedeutung gewonnen. Das Themenspektrum reicht von landwirtschaftlichen Themen über Bauwesen bis hin zu der Ausbreitung von Krankheitserregern. Durch die Projekte wird die Brücke zwischen Wissenschaft und Anwendung aktiv gepflegt und somit eine langfristige Zusammenarbeit ermöglicht. In diesem Rahmen konnte mehrere Mitarbeiter eingestellt werden.

 

Die oben genannten Entwicklungen führten zu einem erhöhten Bekanntheitsgrad der Arbeiten zu Klima und Klimawandel am Karlsruher Institut für Technologie und der Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg. Die finanzielle Unterstützung einer der beiden Wissenschaftlerstellen durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst BadenWürttemberg (MWK) hat wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen. Das Modell „Regionales Klimabüro“ konnte auf diese Weise in der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit einen Beitrag leisten.

 

 

In den nächsten Jahren wird das Klimabüro den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und die angestoßenen Vorhaben und Projekte weiterentwickeln. Die Mitarbeiter des Süddeutschen Klimabüros bedanken sich ganz herzlich für Ihre Unterstützung und hoffen für die Zukunft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit in der Region.

(Bild-Quelle: Rainer Sturm  / pixelio.de)