Home | Impressum | Sitemap | KIT

UN-Klimakonferenzen

UN-Banner

 

Neben den Weltklimakonferenzen der WMO gibt es Klimakonferenzen, welche von der Vereinten Nationen organisiert werden. Eine solche Konferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen wird auch COP („Conference of the Parties“) genannt. „Parties“ bezieht sich hierbei auf Nationen, die beide internationale Abkommen zur Beobachtung und zur Einhaltung der internationalen Kooperation gegen den Klimawandel unterschrieben und ratifiziert haben.
Diese Konferenzen finden jährlich in den Monaten November und Dezember statt. Dieses Jahr fand die Konferenz zum 18. Mal statt (COP 18) und zwar in Doha, Katar.
Während der COP findet eine Reihe an weiteren Treffen statt. Zum einen treffen sich die Staaten, welche das Kyoto-Protokoll unterschrieben haben (CMP - „Meeting of the Parties to the Kyoto Protocol“) und zum anderen trifft sich das Nebenorgan für wissenschaftliche und technologische Beratung (SBSTA - „Subsidary Body for Scienfific and Technological Advice“). Des Weiteren trifft sich die Ad-hoc-Arbeitsgruppe unter dem Kyoto-Protokoll für Vertragsparteien des Anhangs I. Dies sind die Industrieländer (AWG-KP - „Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol“). Außerdem trifft sich die Ad-hoc-Arbeitsgruppe unter der (Klimarahmen-)Konvention (AWG-LCA  - „Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action under the Convention“). (Quelle: UNFCCC)
1995 fand die erste COP in Berlin statt. Auf den darauf folgenden COPs wurden unterschiedlich wichtige Entscheidungen getroffen. Die Tabelle unten zeigt einen Überblick der COPs ab dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro 1992 mit den wichtigsten Beschlüssen.
In den nächsten Abschnitten werden die wichtigsten COPs mit ihren Entscheidungen und ihrer Bedeutung für die weltweite Klimapolitik ausführlicher beschrieben.
(Quelle: UNFCCC)

 

 

Überblick: Bisherige UN-Klimakonferenzen

Umweltgipfel

Juni 1992

Rio de Janeiro

Agenda 21, globale Klimarahmenkonvention. Erster internationaler Vertrag, der den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet.

COP 01

März 1995

Berlin

„Berliner Mandat“ ist die Basis für Verhandlungen über ein Protokoll zur Verringerung von Treibhausgasemissionen.

COP 02

Juli 1996

Genf

 

COP 03

Dez. 1997

Kyoto

Beschluss des Kyoto-Protokolls.

COP 04

Nov. 1998

Buenos Aires

 

COP 05

Okt. 1999

Bonn

 

COP 06

Nov. 2000

Den Haag

Verhandlungen scheitern und werden ausgesetzt.

COP 06
Fortsetzung

Juli 2001

Bonn

Fortführung der Verhandlungen der 6. Klimakonferenz. Einigung über Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls.  

COP 07

Okt. 2001

Marrakesch

Entscheidungen zu Ausgestaltung und Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Basis für internationale Ratifizierung des Kyoto-Protokolls auf dieser Konferenz festgelegt.

COP 08

Okt. 2002

New Delhi

 

COP 09

Dez. 2003

Mailand

Bestandsaufnahme des internationalen Klimaschutzes.

COP 10

Dez. 2004

Buenos Aires

Maßnahmen zur Minderung der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen; Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels.

COP 11

Nov. 2005

Montreal

Fortschreibung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus; Aushandlung neuer Grenzwerte für Treibhausgasemissionen.

COP 12

Nov. 2006

Nairobi

Gespräche über das Kyoto-Nachfolgeregime.

COP 13

Dez. 2007

Bali

Bali „road map“

COP 14

Dez. 2008

Posen

Übergang zu konkreten Verhandlungen über den Text eines internationalen Klimaschutzabkommens beschlossen.

COP 15

Dez. 2009

Kopenhagen

Kein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls, dafür aber einige andere Vereinbarungen.

COP 16

Nov. 2010

Cancún

Erste Schritte in Richtung eines Nachfolgeabkommens des Kyoto-Protokolls getan

COP 17

Nov. 2011

Durban

Ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls ist beschlossen worden sowie ein Abkommen für die Zeit danach.

COP 18

 

COP19 

Nov. 2012 

 

Nov. 2013

Doha

 

Warschau

Zweite Phase des Kyotp-Protokolls festgelegt

Diskussion um Finanzierung von Klimaschutz und Klimaanpassung in Entwicklungsländern