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Prof. Peter Lemke, Leiter der Klimainitiative REKLIM
Peter Lemke Leiter REKLIM

„Die beteiligten Helmholtz-Zentren arbeiten in vielen wissenschaftlichen Disziplinen. Wir werden unser exzellentes Fachwissen in REKLIM ergebnisorientiert ausbauen und zusammenführen, um fundierte Entscheidungs-grundlagen zu ermöglichen, wie Regionen sich an den Klimawandel anpassen können oder was es zu vermeiden gilt.“

Ansprechpartner am Alfred-Wegener-Institut:
Prof. Dr. Peter Lemke,
Tel.: 0471 4831-1751.
Folke Mehrtens,
Abteilung Kommunikation und Medien
Tel.: 0471 4831-2007.

Outreach

REKLIM fördert die Forschung zu regionalen Klimaänderungen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse helfen der Gesellschaft bei der Vorbeugung und Anpassung an den Klimawandel.

Für den Outreach der Klimainitiative sind in Zusammenarbeit mit den HGF-Zentren insbesondere die vier regionalen Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft und das CSC zuständig:

  • Kontaktvermittlung von Klimaexperten
  • Kommunikation mit örtlichen und regionalen Entscheidungsträgern
  • Öffentlichkeitsarbeit und Pressemeldungen
  • Interviews und öffentliche Vorträge
  • Regionale Klimatage
Helmholtz-Gemeinschaft (HGF)
Helmholtz logo

Die HGF leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen. Mit fast 28.000 Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,8 Milliarden Euro ist die HGF die größte Wissenschafts-organisation Deutschlands.

Ansprechpartner:
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ. Thomas Gazlig
Leiter Kommunikation und Medien
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel/Fax: 030 206 329-57/60

Kerstin Bähren
Pressereferentin
Tel: 030 206329-24

www.helmholtz.de

hr

Helmholtz.Podcast #44 (mp3) mit dem Schwerpunktthema REKLIM

Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM)

REKLIM logo

 

Wie genau werden sich die globalen Klimaänderungen regional auswirken? Wie werden sich anthropogene Einwirkungen und natürliche Klimaschwankungen gegenseitig beeinflussen? Und auf welcher Wissensbasis können Regionen durch geeignete Klimaanpassungsstrategien auf erwartete Änderungen reagieren? Acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft bündeln ihre Kompetenzen in dem Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM), um solche Fragen zu beantworten. Der Verbund ist mit einem Budget von 32,2 Millionen Euro für die Jahre 2009 bis 2013 ausgestattet.

Klimasystem Schema

 

Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Eis, Ozean und Landoberflächen bestimmen das Klimageschehen der Erde. Globale Klimamodelle haben in den vergangenen Jahren erfolgreich geholfen, ein erstes Verständnis großskaliger natürlicher Klimaschwankungen und des menschlichen Einflusses auf das Klima aufzubauen. Allerdings sind viele Prozesse, die das Klima auf verschiedenen Skalen beeinflussen, noch nicht gut erforscht. Aktuell existiert in der Wissenschaft ein breiter Konsens, dass die gegenwärtige Erwärmung der Erde mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend auf erhöhte Konzentrationen von Treibhausgasen und auf veränderte Landnutzung zurückzuführen ist. Die konkreten Auswirkungen auf einzelne Regionen sind jedoch bisher nicht vollständig verstanden.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung haben sich acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft zum Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) zusammengeschlossen. Auf folgende Fragen soll der Verbund unter anderem Antworten finden:

  • Wie hängt die Entwicklung unseres Klimas von der Wechselwirkung zwischen Atmosphäre, Eis, Ozean und Landoberflächen ab und wie beeinflussen sich menschliche Einwirkungen und natürliche Klimaschwankungen?
  • Wie groß sind die Verluste der kontinentalen Eismassen (insbesondere von Grönland) und wie reagiert der Meeresspiegel auf Schmelzwasser und Erwärmung?
  • Wodurch werden die großen Änderungen im Meereis und Permafrost der Arktis hervorgerufen und mit welchen Nah- und Fernwirkungen sind sie verbunden?
  • Mit welchen Konsequenzen aus dem Klimawandel müssen Ökosysteme, Wasserressourcen oder Land- und Forstwirtschaft in Deutschland und dem Alpenraum rechnen?
  • Wie wird das regionale Klima durch Änderungen der Luftbestandteile beeinflusst?
  • Wie werden sich Extremereignisse wie Stürme, Hochwasser und Dürren mit dem Klimawandel ändern?
  • Wie können wir einen optimalen Weg der Anpassung und Vermeidung wählen?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden die Wissenschaftler der acht Zentren die Datengrundlage für ihre Modellrechnungen verbessern, weil sie nur so räumlich hoch aufgelöste Analysen und Szenarien erstellen können. „Detaillierte Beobachtungen und Prozessstudien sollen zu optimierten gekoppelten Klima-Modellen führen, die uns aufzeigen, wie sich geänderte Bedingungen im Klimasystem regional und lokal auswirken“, erläutert Lemke. Somit können die Forscher zukünftig Politik, Wirtschaft, Behörden und die breite Öffentlichkeit mit wissenschaftlich fundierten Daten und Szenarien bei Entscheidungen zur Regionalentwicklung besser beraten.

 

Am Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) sind folgende acht Helmholtz-Zentren beteiligt:

 

Im Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) gibt im Förderzeitraum 2009-2013 folgende sieben Forschungsthemen (1-7). 2011 sind drei neue Themen (8-11) für den Förderzeitraum 2011-2015 hinzugekommen:

 

Thema 1: Gekoppelte Modellierung regionaler Erdsysteme
Wie hängt die Entwicklung des Klimas von der Wechselwirkung zwischen Atmosphäre-Ozean-Eis und Landoberflächen ab? Welchen Einfluss haben natürliche und anthropogene Prozesse?

Thema 2: Meeresspiegeländerungen und Küstenschutz
Wie groß sind die Verluste der kontinentalen Eismassen (insbesondere von Grönland) und wie reagiert der Meeresspiegel auf Schmelzwasser und Erwärmung?

Thema 3: Regionale Klimaänderungen in der Arktis: Steuerung und Langzeiteffekte am Übergang Land-Ozean
Welche spezifischen Änderungen folgen aus dem Klimawandel für Boden, Ozean und Atmosphäre der Schelfmeere und Permafrostregionen in der Arktis und welche Wechselwirkungen gibt es?

Thema 4: Die Landoberfläche im Klimasystem
Was sind die regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosystem, Wasserressourcen, Land- und Forstwirtschaft und wie beeinflussen diese wiederum das Klima?

Thema 5: Chemie-Klima Wechselwirkungen von globaler zu regionaler Skala
Wie wird das regionale Klima durch Änderungen der Luftbestandteile beeinflusst?

Thema 6: Extrem Wetterereignisse-Stürme, Starkniederschläge, Hochwasser und Dürren
Wie wird sich die Ausprägung und Häufigkeit extremer Wetterereignisse in einem zukünftigen Klima verändern?

Thema 7: Sozioökonomie und Management für regionale Klima-Anpassungs- und Vermeidungsstrategien
Integrierte Klimapolitik heißt Vermeidung (Mitigation) von Treibhausgasemissionen und Anpassung (Adaptation) an den Klimawandel. Gibt es dafür einen optimalen Weg?

Thema 8: Schnelle Klimaänderungen aus Proxy-Daten
Welche Mechanismen, Prozesse und regionalen Klimamuster verstärken Klimasprünge in Warmzeiten und am Übergang von Eiszeiten in Warmzeiten? Wie unterschiedlich sind die Muster im Vergleich zur letzten Warmzeit, dem Eem, als es 2°C wärmer war als heute?

Thema 9: Klimawandel und Luftqualität
Wie beeinflusst der Klimawandel die Luftqualität und welches sind die möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit?

Thema 10: Risikoabschätzungen und Risikomanagement für Klimaanpassungsstrategien
Mit welchen Risiken geht der Klimawandel einher, und wie sind diese aus ökonomischer Sicht zu bewerten? Wie können politische Entscheidungsträger beim Umgang mit diesen Risiken von wissenschaftlicher Seite unterstützt werden?

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Helmholtz-Verbundes REKLIM unter www.reklim.de.