Süddeutsches Klimabüro

Allgemeine Klimainformationen

2. Wetter - Witterung - Klima

Der Begriff Wetter beschreibt den physikalischen Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort/in einem Gebiet. Das Wettergeschehen findet vor allem in der Troposphäre, den unteren etwa 11km der Atmosphäre, statt. Die meteorologischen Parameter (Wetterelemente) Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Drucktendenz, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, Bewölkung, Niederschlag und Sichtweite charakterisieren hauptsächlich das Wetter (DWD 2012).
Die Witterung ist der durchschnittliche oder vorherrschende Charakter des Wettergeschehens in einem bestimmten Zeitraum (Tage und Wochen bis Jahreszeiten) und in einem größeren Gebiet (z.B. Region). Es lassen sich, in Abhängigkeit von der vorherrschenden Wetterlage, typische Witterungsverläufe beschreiben (DWD 2012).
Das Klima beschreibt die Gesamtheit der Wetterscheinungen und den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem Ort oder in einem Gebiet. Hierzu werden statistische Eigenschaften wie Mittelwerte, Extremwerte und Häufigkeiten über einen langen Zeitraum, meist 30 Jahre (von der Weltorganisation für Meteorologie WMO festgelegte Normalperiode), herangezogen (DWD 2012).
Für die Vorhersage ist ein wichtiger Unterschied, das Wettermodelle sehr stark von den Anfangsbedingungen (also vom aktuellen Wetter) abhängen und daraus detaillierte, kurzfristige Vorhersagen berechnen können. Bei Klimamodellen sind die Anfangsbedingungen hingegen nicht so bedeutend, sondern es ist wichtiger, die externen und internen Faktoren, die das Klima beeinflussen, genau zu kennen und in mathematisch-physikalischen Gleichungen ausdrücken zu können. Damit sind mittel- und langfristige Klimarechnungen möglich, die aber nur bestimmte Wahrscheinlichkeiten und Entwicklungskorridore angeben können.