Süddeutsches Klimabüro

Allgemeine Klimainformationen

3. Stoffkreisläufe

3.1 Kohlenstoffkreislauf


Der Kohlenstoffkreislauf besteht aus Quellen, die CO2 in die Atmosphäre freisetzen, und Senken, an denen Kohlenstoff dem Kreislauf entzogen wird. Zwischen beiden finden Flüsse statt. Die Ozeane speichern eine große Menge Kohlenstoff (etwa 39 000*1012 kg Kohlenstoff,  in der Atmosphäre sind „nur“ 750*1012kg Kohlenstoff (als CO2)vorhanden. Zwischen Ozean und Atmosphäre gibt es einen Austausch, da CO2 im Ozean gelöst und auch freigesetzt werden kann. Eine große Menge CO2 nimmt auch das Plankton im Meer auf und bindet es.
Pflanzen nehmen CO2 bei der Photosynthese auf und bauen es teilweise in ihre Lebendmasse ein. Teilweise wird das CO2 wieder freigesetzt, wenn die Pflanzen Energie in Form von Traubenzucker (C6H12) verbrauchen (veratmen). Stirbt die Pflanze, wird bei der Zersetzung der Biomasse der zuvor eingebaute Kohlenstoff wieder freigesetzt (Heinz & Reinhardt 1996). 

 


Der Kohlenstoffkreislauf (Die Flüsse sind in der Einheit 1012 kg Kohlenstoff pro Jahr angegeben, die gespeicherten Mengen in 1012 kg Kohlenstoff). Quelle: Heintz & Reinhardt 1996.


Durch menschliche Aktivitäten, vor allem die Verbrennung fossiler Energieträger, Wald- und Bodenzerstörung, gelangen zusätzliche Kohlenstoffmengen in die Atmosphäre, die die  ausgeglichene Bilanz des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs stören (Heinz & Reinhardt 1996).

 

3.2 Wasserkreislauf

Das Wasser gelingt durch Verdunstung, vor allem über dem Ozean aber auch über der Landoberfläche, in die Atmosphäre. Dort kommt es zu Feuchtetransporten. Kommt es zur Wolkenbildung und schließlich zu Niederschlägen, erreicht das Wasser wieder die Erdoberfläche. Ein Teil des Wassers wird in der Vegetation und im Boden zwischengespeichert, gelangt aber über den Abfluss (ober- und unterirdischer Abfluss, Flüsse und Grundwasser) wieder in den Ozean.  Damit ist der globale Wasserkreislauf geschlossen (PG-NET 2012).

Der Wasserkreislauf mit Angabe der Wassermengen in km3 bzw. mm. Quelle: PG-Net 2012.