Süddeutsches Klimabüro

COP 03 - Kyoto, Japan

COP03

 

Die dritte UN-Klimakonferenz (COP 3) im japanischen Kyoto ist eine der bedeutesten Konferenzen. Auf dieser Konferenz ist das Kyoto-Protokoll erstellt worden. Dass ein solch internationales Protokoll nicht ohne Weiteres ratifiziert wird, zeigten die Jahre nach Kyoto. Die Ratifizierung dieses Abkommen war nämlich an zwei Bedingungen geknüpft. Erste Bedingung: Das Protokoll sollte in Kraft treten, sobald mindestens 55 Staaten unterschrieben haben. Zweite Bedingung: Diese 55 Staaten verursachen zusammengerechnet mehr als 55% der Kohlenstoffdioxid-Emissionen des Jahres 1990. Die Zahl von wenigstens 55 teilnehmenden Staaten wurde mit Islands Ratifikation am 23. Mai 2002 erreicht. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Protokoll 2001 musste die Weltgemeinschaft auf den am 5. November 2004 erfolgenden Beitritt Russlands warten. Mit der Ratifizierung durch Russland unter Präsident Wladimir Putin, auf das ein Anteil von etwa 18% der CO2-Emissionen von 1990 entfällt, wurde auch die zweite Bedingung erfüllt.
Am 16. Februar 2005, 90 Tage nach der Ratifizierung durch das russische Parlament, trat das Kyoto-Protokoll in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt hatten es 128 Staaten ratifiziert. Ende 2011 hatten 193 Staaten das Protokoll ratifiziert.
(Quellen: BMU, UNFCCC)