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Standpunkt 8: Fahrradstraße

49° 00‘ 29‘‘ N, 8° 23‘ 59‘‘ O. Erbprinzenstraße, 76133 Karlsruhe

In der Stadt Karlsruhe werden am Tag durchschnittlich pro Person und Tag 3,1 Wege und eine Entfernung von 13 km zurückgelegt.

 

Anteile der einzelnen Verkehrsmittel an der Gesamtmobilität in Karlsruhe (Datenquelle: Omniphon GmbH).

 

Der Gesamtverkehr hat einen Anteil von 24 % am CO2-Ausstoß in Baden-Württemberg. Einen erheblichen Anteil hat er auch an den Emissionen von Kohlenmonoxid, Stickoxiden und Schwebstaub. Ein PKW hat einen durchschnittlichen Ausstoß von 180 g CO2 pro gefahrenem Kilometer. Ein voll besetzter Linienbus innerorts stößt etwa 20 g CO2/km/Person aus. Straßen-, Stadt- und U-Bahn emittieren pro Personenkilometer ca. 55 g/CO2. Fahrradfahren und zu Fuß gehen sind hingegen emissionsfrei. In Karlsruhe gibt es fünf Fahrradstraßen. Die Erbprinzenstraße am Friedrichsplatz ist dabei autofrei.

 

 

CO2 und Klimaschutz

Die aktuelle Temperaturerwärmung beträgt in den letzten 50 Jahren durchschnittlich 0,13 °C pro Jahrzehnt. Der Großteil des beobachteten Temperaturanstiegs ist mit mehr als 90 % Wahrscheinlichkeit durch anthropogene Treibhausgase verursacht. Im Jahr 2005 trat das Kyoto-Protokoll in Kraft, das verbindliche Ziele für den globalen Klimaschutz festgesetzt hat. Die Europäische Gemeinschaft verpflichtete sich, ihre Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 um 8 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Deutschland hat sich zu einer Verringerung um 21 % verpflichtet. Dies ist neben der von Dänemark und Luxemburg die größte prozentuale Verringerung. Innerhalb der EU ist Deutschland der größte Emittent und hatte im Jahr 2008 einen Anteil von 24 % an den EUTreibhausgasemissionen. Innerhalb der EU fallen die bisherigen Erfolge bei der CO2-Ausstoß-Verringerung sehr unterschiedlich aus. Deutschland konnte seine Treibhausgasemissionen 2010 gegenüber 1990 um fast 25 % senken und damit das Kyoto-Protokoll erfüllen. Bis 2020 (Kyoto-Protokoll zweite Phase) wird eine Absenkung der Treibhausgase um 40 % angestrebt.

 

 

 

Text: Süddeutsches Klimabüro am KIT

Fotos: Irina Westermann